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Willkommen bei der Abteilung Handball des VfB Doberlug - Kirchhhain

 
 
Madlin Seidel gibt ihr Debüt bei den VfB-Damen

VfB Doberlug-Kirchhain-SV Eintracht Ortrand 38-27 (17-11)

Handball Damen Brandenburgliga/Verbandsliga. In diesem letzten Spiel der Saison wollten die VfB-Damen gegen die Mannschaft aus Ortrand die in der abgelaufenen Spielzeit in der Verbandsliga den dritten Tabellenplatz einnahmen ihren Fans ansehnliche Handballkost anbieten, was ihnen auch gelingen sollte. Da ihn diesem Spiel Stammtorhüterin Susann Feldhaus arbeitsbedingt nicht zu Verfügung stand übernahm diesen Part Linda Fechner, sie sollte ihre Sache ordentlich machen. Die Partie gestaltete sich zu Beginn ausgeglichen so stand es nach 12 Spielminuten 6-6 den VfB-Damen steckte wohl noch das Training mit Weltmeister Christian Schwarzer in den Knochen. Doch nun schalteten die Gerberstädterinnen einen Gang hoch und konnten mit einer sicheren 17-11 Führung in die Halbzeitpause gehen. Auch im zweiten Spielabschnitt sollte sich das Bild auf dem Parkett nicht ändern der VfB übernahm sofort wieder das Kommando. Beim Stand von 22-12 führte der Gastgeber bereits mit 10 Toren. Diesen Vorsprung konnten die Gerberstädterinnen weiter zum 32-18 ausbauen. Madlin Seidel die ihr Debüt bei den VfB-Damen gab war es dann auch vorbehalten den letzten Treffer der Begegnung zum 38-27 zu erzielen.

Es spielten für den VfB: Im Tor Linda Fechner, Stephanie Reinold(7),Katrin Liegat(3),Mandy Lange(6),Susi Rambow(1),Franziska Belig(5),Elke Lindemann(6),Jennifer Böhme(3),Madlin Seidel(1)Anett Maier und Doreen Behrendt(6).

Null Bock auf Berliner Machenschaften

"Provinz-Manager" Thomas Boxhorn zum Aufstiegsverzicht des VfB Doberlug-Kirchhain 

Nach der großen Euphorie über die vorzeitig gesicherte Brandenburgli­ga-Meisterschaft der Damen vom VfB Doberlug-Kirchhain folgte in dieser Woche per Pressemitteilung die Ernüchterung. Demnach hat sich die Mannschaft einstimmig dafür ausgesprochen, auf den Aufstieg in die Oberliga Berlin-Brandenburg zu verzichten und dem HC 52 Angermünde den Vortritt zu lassen. Zu den Gründen äußert sich Thomas Boxhorn (38), der sich selbst als "Spon­sor, Betreuer und Provinz-Manager" des VfB bezeichnet, im Interview mit der RUNDSCHAU. 

Herr Boxhorn, reizt Ihre Mannschaft die Oberliga-Herausforderung nicht? Nein, damit hat das nichts zu tun. Sportlich würden wir uns den Schritt durchaus zutrauen, und wir haben ja auch schon dreimal bewiesen, dass die Chancen durchaus da wären, die Oberliga zu halten. Vor einem Jahr hat uns gerade mal ein Punkt zum Klassenerhalt gefehlt. Die Erfahrung ist also bei den meisten Spielerinnen da, aber 'auch gerade deshalb ist die Entscheidung so gefallen, wie sie das Team getroffen hat: Unsere Mädels haben keinen Bock mehr, sich von den Berlinern und den Vereinen aus dem Speckgürtel ständig verschau­keln zu lassen. Das muss ich so Knallhart sagen.

Recht harter Tobak: was genau meinen Sie damit? Ein echter Handball-Fuchs hat mir mal gesagt, den ich nur dick unterstreichen kann: Wenn Du gegen Berliner Mannschaften mit einem Tor gewinnen willst, musst Du mindestens um zehn Treffer besser sein. Es ist doch ganz einfach: Wenn wir nach Berlin zum Auswärtsspiel müssen, kriegen wir immer Berliner Schiedsrichter vor die Nase gesetzt. Und die verpfeifen uns von vorne bis hinten. Das ist zum Teil skandalös.

Das beklagen Fußballer auch, die es im Land etwas weiter nach oben geschafft haben. Vorstellbar ist es dennoch kaum. Fragen Sie bei anderen brandenburgischen Vereinen nach, in Guben oder in Cottbus. Die sind sich einig da oben, wenn es um das Verkürzen der Auswärtsfahrten geht nicht nur die Clubs untereinander.

Da geht die Schieberei schon bei den Ansetzun­gen vor Saisonbeginn los  und die Provinzteams fallen hinten runter. Davon hat man irgendwann die Nase voll.  Zumal die Oberliga zur       Brandenburgliga ohnehin einen Riesen-Quali­tätssprung bedeutet. Die Spielerin­nen da sind zum Teil Halbprofis oder ehemalige Top-Handballerinnen, die ihre Karriere ausklingen lassen wol­len. Amateure haben es schon unter regulären Bedingungen schwer, mit­zuhalten.

Wäre es dann nicht gerade wichtig, die Provinzler in der Oberliga zu stärken? Angermünde hat den Mut. Die haben es ja auch noch nicht erlebt: Aber im Ernst: Da was zu än­dern, dafür haben wir im Süden viel zu wenig Gewicht. Meines Erachtens ginge das nur; wenn man die Oberli­ga Berlin-Brandenburg wieder trennen würde. Die besten fünf Brandenburgligisten und unsere fünf Oberligsi­ten gehören in eine Staf­fel. Wer sich da durch­setzt, ist fit, sich in der Regionalliga mit den Ber­linern herumzustreiten

Die Reform von 2000 werden Sie nicht zurück­drehen. Aber 2009 wie­der Brandenburgliga-Sie­ger werden - das geht.  klar. Das wollen wir auch.

Und wie oft lässt sich das mit Auf­stiegsverweigerung wiederholen? Sollten wir 2009 den Titel verteidi­gen, heißt es doch nicht, dass wir weiterverweigern. Dann wird die Situation eine andere sein, über die neu geredet wird. Wir sind Meister.

Aber der Weg verlief nicht reibungs­los. Der Kader hat sich nach' vier Abgängen auf zwölf Spielerinnen reduziert, dazu kam die Sache mit der Trainerstelle. Wenn sich das, beruhigt und die aufrückenden A-Ju­nioren-Spielerinnen einschlagen, re­den wir nächstes Jahr anders darü­ber. Zumal die B-Jugend-Spielge­meinschaft mit Finsterwalde und die starken C-Mädchen von Matthias Belig' für die Zukunft hoffen lassen.

Sie reißen die Trainerfrage an. Macht der Provinz-Manager jetzt auch noch die Lizenz? Bei der Bilanz zuletzt! Es ist ein offenes Geheimnis in Kirch­hain, dass hinter 13 Siegen und einem Remis in den letzten 14 Spielen nicht in erster' Linie ich als Betreuer auf der Bank stecke, sondern dass Michael Schuster nach seinem Rückzug zu Saisonbeginn schon seit Mo­naten wieder das Training leitet. Davor ziehe ich den Hut, und denke, dass die VfB-Spitze in diese Richtung mit Gesprächen beginnen sollte. Aber erst mal holen wir uns in Belzig den Pott ab und lassen es danach mit Fans und Sponsoren krachen.

Mit THOMAS BOXHORN sprach Kai Dietrich.
 
 
 
 

 

 

 
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